Artistic Statement


Aufgewachsen in einer Metropole mit zwölf Millionen EinwohnerInnen, habe ich irgendwann begonnen kreativ zu sein - aus einer Notwendigkeit heraus, denn andere Wege etwas zu bewirken (z. B. politischer Art) wurden mir verwehrt. Kunst ist für mich ein Mittel die Gesellschaft auf bestimmte Phänomene aufmerksam zu machen und die Menschen zu sensibilisieren. Eine Aufgabe von KünstlerInnen könnte es sein, wach und feinfühlig für das zu bleiben, was in der Welt passiert, und um letztlich die Geschehnisse immer wieder in Frage zu stellen.

Ich selbst versuche dabei authentisch zu bleiben und keinen Anspruch auf Richtigkeit zu erheben. KünstlerInnen sind keine ProphetInnen, sondern befinden sich in vielfältigen, gesellschaftlich durchaus relevanten Positionen: Sie sind ForscherInnen, die einzelne Aspekte genauer unter die Lupe nehmen. Sie sind Ausdrucksmittel und Sprachrohr für manches, was vielleicht übersehen werden könnte. Kunst kann ausprobieren, bewusst machen und auffordern, denn sie sollte frei sein von einschränkenden Regelwerken, die die Gesellschaft lähmen und träge machen. Kunst kann rasch auf unmittelbare Vorkommnisse reagieren, dynamisch und ausgleichend wirken. Kunst kann berühren, auf vielen Ebenen, und Begegnungen schaffen.