Ö1 Talentbörse: Ulduz Ahmadzadeh

Ulduz Ahmadzadeh begann bereits als Kind zu tanzen und ging dieser Leidenschaft in einem Land nach, in dem Tanzen verboten ist: dem Iran. Heimlich nahm sie privaten Tanzunterricht. Heute leitet sie in Österreich ihre eigene Tanzkompanie.

Überblick

 

Was ist Kunst?

 

Kunst stellt ein Gefährt dar, das mich durch die Reise meines Lebens begleitet. Kunst ist für mich Erleben, ein Medium des Reflektierens meiner Eindrücke. Kunst gibt mir die Möglichkeit, das was mich berührt, auszudrücken.

Wie sind Sie zur Kunst gekommen?

 

Als Kind schon, spürte ich die Sehnsucht nach Intensität, Schönheit und Harmonie. Ich habe mit 7 Jahren von selbst (ohne Lehrer) zu tanzen begonnen.

Kommt Kunst von können, müssen oder wollen?

 

Bei mir kommt es von müssen. Aus dem Bedürfnis heraus mich auszudrücken, schöpferisch zu sein und alles fließen zu lassen. Obwohl das Tanzen im Iran verboten war und immer noch ist, gelang es mir mehrmals im Iran auf der Bühne zu stehen, woraufhin ich ins Gefängnis kam. Für mich ist es ein Muss.

Wo würden Sie am liebsten auftreten?

 

In einem großen Theater, in dem die technischen Möglichkeiten unbegrenzt sind. Gute Bühnentechniker und hoffentlich viele Zuschauer.

Mit wem würden Sie gerne zusammenarbeiten?

 

Mit tollen Künstlern aus verschiedenen Sparten. Wie zum Beispiel: Musiker, Gesang, Medienkünstler u.s.w. Ebenso würde ich mich über eine befruchtende Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Richtungen freuen, wie zum Beispiel mit Philosophen, Architekten, Psychologen, Therapeuten etc...

Wie viel Markt verträgt die Kunst?

 

Große Produktionen funktionieren langfristig nur mit der Unterstützung von Fördergeldern. Je mehr finanzielle Möglichkeiten über den Markt in die Kunst einfließen, umso mehr Kunst kann realisiert werden.

Und wie viel Kunst verträgt der Markt?

 

Da gibt es keine Grenzen.

Wofür würden Sie Ihr letztes Geld ausgeben?

 

Für Essen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

 

Ich sehe mich leidenschaftlich auf dem Weg der inneren Entwicklung und durch Selbsterforschung in die Tiefe zu kommen und daraus zu schöpfen.

Wann und wo sind Sie das letzte Mal unangenehm aufgefallen?

 

Diese Frage möchte ich hier nicht beantworten.

Wollen Sie die Welt verändern?

 

Indem ich mich entwickle, verändere ich die Welt.


03.07.2013